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Und was soll ich jetzt tun? Kinder zwischen Partizipation und Ratlosigkeit PDF Drucken E-Mail

Werner Leixnering

Und was soll ich jetzt tun? Kinder zwischen Partizipation und Ratlosigkeit

Das von Ellen KEY bereits vor über 100 Jahren propagierte "Jahrhundert des Kindes" bedurfte eines zumindest langen Anlaufs.

Partizipation, eine daraus folgende Konsequenz, stellt zumindest heute ein Qualitätsmerkmal in
Erziehungs- und Bildungsprozessen dar. Das Miteinbeziehen von Kindern und Jugendlichen in für sie relevante Entscheidungsprozesse sowie Interaktivität in Bildungsprozessen sollten bereits mehr als Schlagworte sein.

Nur: In welchem Verhältnis steht die Autonomie Lehrender (oder Erziehender) zur Autonomie des zu bildenden jungen Menschen (im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsbegriffs). Die Erfahrungen aus der klinischen Praxis der Kinder- und Jugendpsychiatrie zeigen, dass dieses Verhältnis oft spannungsgeladen und unter einer "simplen" Unabhängigkeitsprämisse menschlichen Seins und
Handelns nicht auflösbar ist. Kann / darf / soll / muss Kindern und Jugendlichen zu etwas geraten werden, ohne sie in ihrer Autonomie zu beschränken? Ist (provokant formuliert) Erziehung "unabhängige Beratung" oder "autonom vermittelte Ratlosigkeit"?

Konsequenzen dieser Überlegungen sollen aus der Sicht kinder- und jugendpsychiatrischer Prävention und Rehabilitation im Vortrag diskutiert werden.

 
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